Vega 2020

Vega 2020

Abfahrt: 02.08. | Rückkehr 20.08.2020   Truppe: Egon | Klaus | Broesel | Freddy

Das Corona-Jahr

Die Abreise startete wie geplant am 2.8.2020 morgens um 4 Uhr. Egon kam zu Broesel, der Anhänger, der 2 Tage vorher beladen wurde, nahm auf der Anhängerkupplung Platz und um 4:30 Uhr stieg Klaus in Bottrop zu. Von dort ging es dann auf die A 2 in Richtung Bielefeld, wo Freddy gegen 6:00 Uhr eingesammelt wurde.

Freddy stößt zur Reisegruppe

Mit vollzähliger Mannschaft ging es dann in Richtung Kiel. Die A 2 war so leergefegt, wie wir es noch nie erlebt hatten und entsprechend entspannt rollte das Vega-Team in Richtung Kiel. Nach einem Frühstücksaufenthalt bei einer bekannten Fastfoodkette kurz vor Kiel rollten wir gegen 12:00 Uhr auf den Parkplatz vor dem Colorline-Terminal.

Wa für ein Glück, wir wurden relativ schnell abgefertigt und hatten zügig unsere Tickets für die Fähre Color Magic, mit der die Reise in Richtung Oslo fortgesetzt werden sollte. An Bord war uns schnell klar, dass die Norweger die Covid-19 - Problematik relativ locker angingen. Zwar gab es überall Desinfektionsmittel, eine Maskenpflicht bestand jedoch nicht.

Auch im Grand Buffet, dem Restaurant, in dem wir unser Abendessen einnahmen, bestand keine Maskenpflicht. Lediglich der Weg zum und am Buffet vorbei war vorgegeben, wobei zu bemerken war, dass sich alle Reisenden um entsprechenden Abstand zu anderen bemühten.

3.8.2020

BEST WESTERN Hotel Tingvolt in Steinkjer

Die Fähre war zu nur einem Drittel (geschätzt) ausgelastet und wir kamen am Montag relativ schnell von Bord. Da wir die norwegische ZollApp genutzt hatten gab es beim Zoll auch keinen Aufenthalt und so rollten wir um 10:30 Uhr schon in Richtung Steinkjer, wo wir für eine Zwischenübernachtung Hotelzimmer gebucht hatten. Die knapp 600 km hatten wir um 19:30 Uhr bewältigt und konnten bei einem reichhaltigen Buffet norwegischer Hausmannskost den Tag ausklingen lassen. Auch hier keine Maskenpflicht, lediglich überall Desinfaktionsmittelspender.

4.8.2020

Ankunft bei Regen | Haus 2 von Vega Kystferie

Es musste früh weitergehen, um die Fähre nach Vega in Horn im Bronnøysund möglichst früh zu erreichen. Deshalb hieß es um 6.30 Uhr "Antreten zum Frühstück" und um 7:00 Uhr ging es dann weiter. Leider war das Wetter sehr schlecht und die restlichen 390 km bis zur Fähre dauerten länger als geplant, so dass wir erst um 13:40 Uhr auf die Fähre nach Vega fuhren. Um 14:45 Uhr waren wir dann endlich am Ziel.

Nun hieß es den Anhänger zu entladen und sich häuslich einzurichten. Eine erste Ausfahrt war aufgrund der Wettersituation nicht mehr vorgesehen.

5.8.2020

Die erste Ausfahrt auf Dorsch. Das Wetter war gut, allerdings war Fischen außerhalb der Schären noch nicht möglich, da Wind und eine noch zu hohe Dünung dies noch nicht zuließ.

Die ersten Dorsche wanderten in die Kisten und sicherten so die erste Fischmalzeit, die am Abend zubereitet wurde. Die Wetteraussichten für den kommenden Tag waren allerdings nicht so rosig.

6.8.2020

Vorweg: Bildmaterial von diesem Tag gibt es nicht. Das Wetter war uns nicht wirklich gut gesonnen. Gefischt haben wir innerhalb der Schären, uns jeden Dorsch hart erarbeitet und sind dabei ordentich nass geworden. Auch solche Tage muss es geben. Die Aussicht, dass wir am nächsten Tag Offshore fischen können hielt die Laune der Truppe weiterhin oben.

7.8.2020

Frühstück um 7:00 Uhr, Ausfahrt um 8:00 Uhr. Alle waren "heiß". Die Wettervorhersage auf yr.no prognostizierte ganz wenig Wind für den Tag und ab Mittag auch noch Sonnenschein. Es deutete also alles auf einen tollen Angeltag. Nach 1 Stunde Vollgasfahrt durch die Schären um Vega waren wir endlich "draußen" auf dem Atlantik. Von hier ging es noch ein Stück weiter zu einem Unterwasserplateau, an dem wir uns die dicken Fische erhofften, für die wir fast jedes Jahr nach Vega fahren. Und wir wurden nicht enttäuscht.

Weitere Bilder dieses erfolgreichen Angeltages werden nach der Tour eingepflegt, wenn dem Webmaster alle Fotos vorliegen. Um 16:00 Uhr von der erfolgreichen Ausfahrt zurück hatten wir noch 3 Kisten mit dicken Dorschen, darunter Broesels Tagessieger mit 120 cm, zu filetieren und einzufrieren. Ein gemütlicher Grillabend auf der Terrasse rundete den tollen Angeltag ab.

8.8.2020

Für heute war für den Vormittag gutes Wetter vorhergesagt. Ab 12 Uhr sollte dann der Wind zunehmen und ab 14 Uhr war Regen angekündigt. Der Webmaster Broesel hatte sich "Urlaub" für heute verordnet und die 3 anderen fuhren um 8 Uhr wieder hinaus auf den Atlantik, um noch ein paar Dorsche der Extraklasse zu fangen. Während der Webmaster diese Zeilen schreibt sind ihm folgende Bilder von den 3 Freunden übermittelt worden:

9.8.2020

Am heutigen Sonntag gibt es nichts nenneswertes zu berichten. Ausgeschlafen und spät gefrühstückt, weil Regen und Wind am Vormittag keine Ausfahrt zuließen. Gegen 13 Uhr wurde es dann besser und wir wagten uns dann doch noch aufs Wasser. Verschenkte Zeit, wie wir feststellen mussten, die Fische waren nicht in Beißlaune. Für den nächsten Tag wurden jedoch wieder sehr gute Wetterbedingungen angekündigt, so dass wir wieder außerhalb der Schären fischen können.

10.8.2020

Freddy präsentiert den 1,21 m langen Seelachs, den er gefangen hat

Das Wetter am heutigen Montag war gut. Blauer Himmel, nur der Wind war leider imme rnoch gegenwärtig. Immerhin war er nicht mehr so stark und wir wagten daher erneut unser Glück auf dem offenen Atlantik. An der nördlichen Ausfahrt angekommen mussten wir feststellen, dass die See doch noch etwas unruhiger als erwartet war.

Einmal dort, steuerten wir die gleiche Stelle an, die wir bereits am Freitag befischt hatten. Im Gegensatz zu Freitag war es heute jedoch nicht so einfach der Dorsche habhaft zu werden. Wir mussten uns die, die heute in die Gefriertruhe wanderten, hart erarbeiten. Die Größten maßen 1,06 und 1,04 m und Freddy glänzte mit einem Seelachs von 121 cm Länge. Butt war heute ebenfalls vertreten, mit 95 cm jedoch kein Riese.

11.8.2020

Rotbarschtag. Zumindest war der Tag hierfür vorbehalten, denn die Wetterbedingungen versprachen ganz wenig Wind und damit eine nur minimale Drift. Zudem sollte es an diesem Dienstag sonnig werden.

Nach einem ausgiebigen Frühstück auf der Terrasse unserer Unterkunft um 7 Uhr in der Frühe ging es dann um 8 Uhr ins Boot und an die Rotbarschstelle, die uns befreundete Angler empfohlen hatten. Bestens vorbereitet und frohen Mutes wurde diese Stelle dann auch ausgiebig befischt.

Wie das so ist, die Fische waren anderer Meinung und so blieben die Rotbarsche trotz größter Bemühungen unsererseits dort, wo sie sich im Regelfall aufhalten: im Wasser.

Ein paar Dorsche konnten wir denoch fangen und so blieb dieser Tag nicht völlig ohne Fisch.

12.8.2020

4 volle Kisten mit Dorsch, innerhalb von 4 Stunden gefüllt.

Für heute war ein weiteres Offshore-Fischen angesetzt. Dieses Mal sollte es jedoch über die südliche Ausfahrt durch die Schären auf die offene See hinausgehen. Frühstück wie gahabt um 7 Uhr, um 8 Uhr saßen wir dann ins Boot und fuhren raus. Der Weg zu der ausgewählten Angelstelle, ein 30-Meter-Plateau außerhalb der Schären, ist etwas weiter und die See war noch etwas unruhig, so dass die Ausfahrt eine Weile dauerte. Um es vorweg zu nehmen, es war unser bisher erfolgreichster Angeltag.

13.8.2020

4 volle Kisten mit Dorsch, innerhalb von 4 Stunden gefüllt.

2. Versuch auf Rotbarsch. Webmaster Broesel hat sich aus gesundheitlichen Gründen erneut einen Urlaubstag verordnet und Egon, Freddy und Klaus sind gegen 10 Uhr zu einer Stelle aufgebrochen, die uns der Vermieter Jørn empfohlen hat.

14.08.2020

Heute waren wir innerhalb der Schären unterwegs. Zum einen hatten wir bereits genug Dorsch in der Gefriertruhe und zum anderen war es für eine Ausfahrt außerhalb der Schären nach unserer Meinung zu windig. Nach der Rückkehr zur Unterkunft am Nachmittag erkundeten wir einen Wanderweg, der direkt an der Unterkunft beginnt, zum GURISTRAUMEN.

Für den Abend hatte die Angeltruppe aus Haus 1 uns und die Gruppe aus Haus 3 zum Grillen eingeladen. Trotz der Temperatur von 12° und leichtem Nieselregen wurde es ein sehr schöner Abend, für den wir uns an dieser Stelle noch einmal bei den Jungs aus Brandenburg bedanken möchten!

15.08.2020

Schlechtwettertag. Zeit, Einkäufe zu tätigen, Bootsbenzin an der Tankstelle zu holen und im Anschluss die Insel zu erkunden. Bei dieser Gelegenheit sammelten Egon, Klaus und Freddy einen ordentlichen Berg Birken- und Steinpilze, die am Abend als Beilage zu ein paar schmackhaften Makrelenfilets dienen sollten.

16.08.2020

Der letzte Angeltag. Das Wetter war gut und es gab nur wenig Wind. Unsere Fischkisten waren schon ein paar Tage gefüllt und so versuchten wir heute noch einmal unser Glück auf Heilbutt. Leider gelang es uns auch heute nicht einen größeren Butt zum Biss zu verleiten, dafür wanderten noch einige große Makrelen in Form von Filets in die Gefriertruhe und sollten die zugegebenermaßen kleinen Lücken in unseren Kisten füllen.

17.08.2020

Tag der Rückreise. Am Vormittag wurde das Angelgerät gereinigt und wieder gut verstaut. Am Nachmittag war die Schlussrechnung mit dem Vermieter und die Bootsübergabe vereinbart. Danach ging es dann gegen 16:45 Uhr zur Tankstelle und im Anschluss zur Fähre in Igerøy,die uns um 17:45 Uhr nach Horn auf dem Festland brachte.

18.08.2020

Nach einer teilweise sehr anstrengenden Fahrt von Vega nach Oslo, die sich über 939 km erstreckte und auf einem größeren Teilstück von Nebel mit sehr wenig Sichtweite geprägt war, trafen wir am 18.08. gegen 9:30 Uhr in Oslo ein. Elche hatten wir bei Tageslicht insgesamt 10 gezählt, die wir sahen, uns werden jedoch zahlreiche weitere in der Nacht und im Nebel verborgen geblieben sein. Nicht auszudenken, wenn uns eines der Tiere im Nebel vor dass Auto gelaufen wäre.

Nach einem ausgiebigen "Frühstück" in einer Filiale einer großen Burgerkette in einem Vorort von Oslo ging es dann planmäßig um 13.30 Uhr auf die Colorline-Fähre, die um 14 Uhr in Richtung Kiel ablegte. Bedingt durch Covid-19 war die Fähre auch auf dieser Tour nur mit höchstens 30 % ausgelastet, was wir als sehr angenehm empfanden.

Fazit

Diese Tour erfüllte unsere Erwartungen, die wir vorher hatten, voll und ganz. Wir hatten in den 2 Wochen nur 2 Tage, an denen wir wegen schlechten Wetters und starken Windes nicht geangelt hatten. Broesel gönnte sich aus gesundheitlichen Gründen 2 zusätzliche Tage Auszeit und musste gegen Ende der Tour konstatieren, dass dies wohl seine letzte Vega-Tour gewesen sei, da er aus gesundheitlichen Gründen leider auf eine weitere Tour verzichten werden müsse, wenn sich keine Besserung einstelle.

Für die übrigen Tourteilnehmer ist jedoch schon klar, dass ein weiterer Aufenthalt auf Vega, wahrscheinlich 2022, stattfinden wird.