Vega 2013

Vega 2013

Broesels Garage am Tag vor der Abreise, Autos beladen ist angesagt
Donnerstag, 18.07.2013

Die Truppe hat sich getroffen um die beiden Pkw zu beladen. Wider Erwarten passte sogar alles in die beiden Wagen und die Dachkoffer und es musste nichts aussortiert werden. Obwohl... Der Bilgenwart hatte seine Reisetasche und die Ruten noch gar nicht mitgebracht. Und Egon hatte eine Kiste mit frischen Lebensmitteln ebenfalls noch nicht dabei. Aber in Broesels Pkw blieb auch noch genug Platz für diese Reiseutensilien.

Freitag, 19.07.2013, 19 Uhr

Endlich geht es los. Ab auf die Autobahn in Richtung Travemünde, nachts auf die Fähre und Samstagmorgen in Trelleborg in Schweden wieder auf die Autobahn. Wir melden uns am Sonntagabend von Vega wieder!

Wenn jetzt noch der Bilgenwart kommt können wir los!
Samstag, 20.07.2013:

Um 02:30 Uhr am frühen Samstagmorgen legt die Fähre der TT-Line in Travemünde ab, um mit gut 1 Stunde Verspätung gegen 11 Uhr vormittags in Trelleborg (Schweden) wieder anzulegen. Die 6 "Vega-Tourer" waren überrascht, dass die Kabinen an Board im Vergleich zu anderen Fähren schon recht geräumig waren.

Die Stena-Fähren zwischen Oslo und Frederikshavn (Dänemark) sind jedenfalls deutlich spartanischer. Einzig das Frühstück an Bord dieser TT-Fähre war ein Reinfall, um es genauer auszudrücken, es war das Allerletzte...

Nachdem die 6 von der Fähre gefahren waren ging es über Malmö, Helsingborg, Jönköping, Örebro und Mora in Richtung Norwegen. 1700 km Landweg, teilweise auf Straßen, die die beiden bis ans Dach beladenen Wagen bis an die Belastungsgrenze forderten. Möwenflüsterers "Sternenschiff", dass vor dem Webmaster fuhr, erzeugte mehrfach Funkenflug mit dem Schalldämpfer...

Sonntag, 21.07.2013

Nach 24 Stunden Fahrzeit, in die wir locker 5-6 kurze Pausen eingestreut hatten, um die Fahrer zu wechseln, und im Verlauf unserer Tour durch Schweden und Norwegen einige Überraschungen der nordischen Tierwelt auf der Straße erlebten, waren wir am Sonntagmorgen um 11 Uhr endlich auf der Insel Vega.

Bilder der Anreise

Die Unterkunft ist sehr gut, 2 tolle Boote verführen dazu, sofort einzusteigen und so ging es nach dem Entladen der Autos noch für 2 Stunden aufs Wasser, um die ersten Dorsche zu fangen.

MONTAG, 22.07.2013

Leider ist die hier verfügbare WLAN-Verbindung so schlecht, dass es im Moment nicht möglich ist, weitere Bilder online zu stellen. Der Webmaster arbeitet an der Beseitigung dieses Problems.

Der morgige Dienstag ist zum "Prinzessinnentag" erkoren worden. Unser Bilgenwart hat Geburtstag. Und weil er selbst seinen Geburtstag zum Prinzessinnentag ernannt hat haben sich die anderen eine nette kleine Überraschung einfallen lassen.

Ach ja, da war ja noch was. Alex, unser Jungrutentreter und erstmalig überhaupt zum Meeresangeln dabei, hat es den alten Hasen gezeigt und als Erster einen Heilbutt gefangen....

Etliche große Dorsche, stattliche Pollack und sogar einige schöne Schellfische fanden heute neben dem Heilbutt als Filets einen frostigen Platz in der Gefriertruhe. Nach etwas mehr als 2 Stunden harter Arbeit an 3 Filetiertischen gab es zum Abschluss des Tages von Egon wohlschmeckend zubereitetes Fischfilet, dass wir selbstverständlich in ausreichend Bier schwimmen ließen.

DIENSTAG, 23.07.2013, "Prinzessinnentag"
Bedauerlicherweise hat der Bilgenwart dem Webmaster verboten ein Bild von "Prinzessin Lillifee" zu veröffentlichen...

Udo (Bilgenwart) hat Geburtstag und daher hat er diesen Tag zum Prinzessinnentag ernannt. Wer die Truppe kennt, weiß ganz genau, dass die Jungs sich nicht lumpen lassen und den Prinzessinnentag gebührend feiern. Bis nachts um 02:00 Uhr haben der "MöFlü" und Doc Schneider "Prinzessin-Lillifee"-Muffins gebacken, Päckchen mit Lillifee-Artikeln gepackt, eine Luftballon- Kette durch den Wohn-/Essbereich gespannt und natürlich auch ein Krönchen gebastelt. Komplettiert wurde das Ganze durch ein pinkfarbenes Lillifee-Shirt, dass unsere selbsternannte Prinzessin zur Gratulationszeremonie anziehen musste.

Leider hat das Geburtstagskind dem Webmaster unter Androhung übelster körperlicher Gewalt untersagt, eines der zahlreichen Bilder dieser Feierlichkeiten hier im Tagebuch zu veröffentlichen. Schade eigentlich, immerhin standen dem Webmaster beim Fotografieren die Tränen vom Lachen in den Augen...

Die "Geburtstags-Prinzessin" bedankt sich an dieser Stelle ausdrücklich bei allen Gratulanten, die per Telefon, E-Mail, SMS, WhatsApp oder auf andere Art ihre Glückwünsche übermittelt haben!

Mittwoch, 24.07.2013
Der "Propellerfriedhof" an der Giebelwand des Filetierhauses

Ein herrlicher Tag. Sonne, strahlend blauer Himmel und eine ganz leichte Brise verhießen uns einen schönen Angeltag. Und so war es dann auch. Um 10 Uhr ging es nach einem gemütlichen Frühstück in die Boote und hinaus in die Welt der Schären vor Vega.

Ohne Kartenplotter an Bord ist man hier verloren. Tausende von Felsen direkt unter der Wasseroberfläche, die vom Boot aus nicht zu sehen sind, müssen umfahren werden. Achtet man nicht genauestens auf die Angaben des Kartenplotters läuft man Gefahr mindestens die Antriebsschraube des Außenbordmotors zu zerstören. Die "Propellerwand" am Filetierhaus sowie ein zerstörtes Getriebegehäuse neben den Mülltonnen zeugen von sehr teurer Unaufmerksamkeit einiger Freizeitkapitäne.

Für alle, die vor Neugier platzen: Heute vergriffen sich 4 Butt an unseren "Gummis". Alex war wieder einmal "vorne weg". 1,16 m und 16,5 Kg schwer, Broesels Butt maß 1,02 m, Egon verlor einen Butt nach hartem Drill, während dessen sich der Butt 3 Mal Schnur von der Rolle nahm, kurz vor dem Setzen des Heilbuttgaffs. Der Bursche verschwand in aller Seelenruhe wieder in die Tiefe. Der 4. Butt, ebenfalls von Egon gehakt, erreichte knapp das Schonmaß und wurde schonend wieder zurückgesetzt.

2 Heilbutt landeten am heutigen Tag auf dem Filetiertisch

Neben den beiden Butt, die auf dem Filetiertisch landeten, fingen wir am heutigen Tag noch jedem Menge Dorsche in den Größe zwischen 85 und 105 cm, Pollak zwischen 70 und 86 cm, einige gute Schellfische und Makrelen stattlicher Größe.

Auch Lumbs sind in sehr geringen Tiefen an der Tagesordnung. Wir können aber jetzt schon bestätigen: Dorsche angelt man vor Vega nicht, man "erntet" sie.

Einzig der Seelachs in guten Größen ist uns bis heute verborgen geblieben. Wir sind jedoch guter Dinge, dass wir auch die größeren Seelachse noch finden werden.

Donnerstag, 25.07.2013
Der Möwenflüsterer mit einem schönen Tangdorsch

Gegen 10 Uhr vormittags ging es wieder hinaus. Leider spielte das Wetter nicht so mit, wie wir es uns wünschten. War es in den letzten Tagen sommerlich schön gewesen hatten wir heute teilweise sehr dichten Nebel auf dem Wasser, so dass bei der Ausfahrt und auch später beim Aufsuchen anderer Stellen höchste Aufmerksamkeit gefordert war.

Das Wetter hatte jedoch keine großen Auswirkungen auf die Beißlaune der Fische. Auch heute wanderten wieder zahlreiche Dorsche, Pollack und ein paar Schellfische in die Tiefkühltruhe. Einen Heilbutt konnten wir heute nicht zum Biss verleiten und große Seelachse waren ebenfalls nicht an den befischten Stellen.

Grillmeister Bilgenwart bei seiner Lieblingsbeschäftigung

Zum Glück kann man in den Supermärkten in Gladstad fast alles kaufen und so hatten wir uns bei unserer "Shopping-Tour" am Dienstag mit Grillfleisch und Grillkohle versorgt. Die fertig marinierten und vacuumverpackten Rippchen aus dem COOP-Markt können wir empfehlen, sie sind lecker. Das übrige Grillfleisch, das man hier kaufen kann, ist Geschmacksache. In der Anlage von VEGA KYSTFERIE stehen ausreichend Holzkohlegrills zur Verfügung.

Freitag, 26.07.2013

Bilgenwart und Broesel machen heute Urlaub. Egon, der Möwenflüsterer, Doc Schneider und Sohn Alex fuhren heute gegen 10 Uhr mit Boot 1 raus, um weitere Dorsche, Pollack und vielleicht auch wieder Heilbutt zu fischen.

Alexander mit einem schönen Dorsch

Währenddessen kümmerten sich der Bilgenwart und Broesel um den erforderlichen Einkauf in Gladstad. Das Wetter: Am Vormittag bedeckt, nachmittags sonnig bei angenehmer Temperatur. Bilder stehen dem Webmaster vom heutigen Tag nicht sehr viele zur Verfügung, leider ist heute sehr wenig fotografiert worden. Gefangen wurden wieder viele große Dorsche, ein paar Schellfische und Pollack. Makrelen und ein paar kleinere Rotbarsche waren auch mit dabei.

Samstag, 27.07.2013
Egon mit einem sehr schönen Pollack

Die Insel Vega und die Schären sind in dichten Nebel gehüllt. Trotzdem ging es heute wieder mit 2 Booten hinaus auf den Atlantik, um für eine gute füllte Gefriertruhe zu sorgen. Trotz des Nebels fuhren wir wieder ziemlich weit hinaus hinter die Schären und kehrten am späten Nachmittag mit zahlreichen großen Dorschen, darunter wieder einige gute Tangdorsche, viele Pollak und ein paar Schellfische zurück zu unserer Unterkunft.

Maßige oder gar große Seelachse haben wir immer noch nicht entdeckt. So langsam macht sich das Gefühl breit, dass wir für Seelachse zur falschen Zeit auf Vega sein könnten.

Sonntag, 28.07.2013

Bei trübem Wetter waren wir wieder in den Schären unterwegs. Wie an fast allen anderen Tagen lief die "Dorschernte" problemlos weiter. Mittlerweile sortieren wir die dicksten Dorsche schon wieder aus und setzen sie zurück, da die Gefriertruhe sonst in 2 Tagen übervoll wäre. Wir sind der Meinung, dass die Dorsche der 80- und 90-cm-Klasse besser schmecken als Fische jenseits der 1-Meter-Marke. Außerdem brauchen wir noch ein wenig Platz, da wir sicher sind, in der 2. Woche weitere Butts zu fangen.

Und mal ganz ehrlich: Wir möchten auch noch 1-2 Stunden abends einfach nur "abhängen" können, wenn die 2-3stündigen Filetierorgien, die meist zu dritt, manchmal auch zu viert verlaufen, endlich vorbei sind und das Abendessen auf dem Tisch steht.

Montag, 29.07.2013
Die obligatorische "Rutentreter-Pfanne" wird vorbereitet

Heute Vormittag regnet es, so dass wir beschlossen haben erst einmal nicht Fischen zu gehen. Ein bisschen länger schlafen, ausgiebiger frühstücken, Einkäufe für die 2. Woche tätigen, Langeweile kommt keine auf. Für das Abendessen ist geplant, Garnelen (in Norwegen "Reker" gen.) mit Spaghetti in einem Knoblauch-Öl-Sud zu verarbeiten. Da sind knapp 3 Kg Reker zu puhlen, bevor diese weiterverwendet werden können.

Pilze sammeln ist angesagt. Egon als Pilzexperte zieht mit Bilgenwart und Möwenflüsterer in die norwegische Wildnis...

Nach Rückkehr vom Einkauf beschlossen Egon, der Bilgenwart und Lohmi, am Nachmittag in den Süden der Insel zu fahren und Pilze zu suchen sowie ein wenig "Sightseeing" zu betreiben. Doc Schneider und Alex wollten ihr Glück auf Schollen probieren und steuerten eine seichte Bucht in der Nähe von Nes an. Und der Webmaster? Na, was soll der wohl in der Zwischenzeit tun? Richtig...  ...wenn da nicht dummerweise nachmittags für 2 Stunden der Strom ausgefallen wäre...

Herrliche Steinpilze, die unter Egons Obhut in einer köstlichen Weißwein-Sahnesauce einen Dialog mit Heilbuttfilet eingingen

Wie dem auch sei, der Tag war jedenfalls sehr kurzweilig und für Dienstag ist ja eine Wetterbesserung angekündigt. Und dann heißt es: Rein in die Boote und raus auf die norwegische See und das tun, was unser liebstes Hobby ist: Angeln, angeln, angeln bis der Arzt kommt.

Dienstag, 30.07.2013
Der 6. Heilbutt auf dieser Tour ging Egon an den Haken

Der 6. Butt ist erlegt. Nach einem eher mäßig verlaufenen Angeltag, der mit 24 Grad und Sonne, ab Mittag begleitet von Windstille, der bisher wärmste Tourtag war, steuerten wir eine Heilbuttstelle an, die gar nicht weit von unserer Unterkunft in dem kleinen Örtchen Nes liegt. Hier hatte Egon das Glück des Tüchtigen und Unermüdlichen und fing während der vorletzten Drift in einer Tiefe von 30 Metern einen Heilbutt (1,18cm, 18 Kg schwer). Der Biss erfolgte auf einen Kinetic Kunstköder einen Meter über Grund.

Auch dieser Butt nahm insgesamt 3 Mal unzählige Meter Schnur von der Rolle, bevor er gegafft und an Bord gehoben werden konnte. Übrig geblieben sind von diesem Butt rund 12 Kg feinstes Filet, die 2 Stunden nach dem Fang des Butts bereits vacuumverpackt im Tiefkühler lagen.

Mittwoch, 31.07.2013

Das wird heute wohl nichts werden mit der Angelei. Seit heute Nacht regnet es ohne Unterlass. Laut Wettervorhersage des norwegischen Wetterdienstes www.yr.no ist erst morgen mit einer Besserung des Wetters zu rechnen.

Zeit genug, um neue Vorfächer zu bauen, Ruten zu reinigen, noch einmal zum Supermarkt zu fahren, Seekarten zu studieren oder einfach zu faulenzen.

Donnerstag, 01.08.2013

Um 9 Uhr Frühstück, ein argwöhnisches Auge immer nach draußen auf den Himmel gerichtet. Leider ist dieser immer noch bedeckt, die Berge rundherum in Wolken verhüllt. Immerhin regnet es nicht mehr. Zumindest im Augenblick. Also um 10 Uhr raus in die Boote, einen neuen Versuch auf Heilbutt starten. Der Wetterbericht hat für den Vormittag Windgeschwindigkeiten von 6 m pro Sekunde angekündigt, nachmittags immerhin noch 5 Meter. Das ist an unserer Unterkunft ein laues Lüftchen, draußen auf dem Wasser in den Schären erweist sich die Geschwindigkeit aber dann doch als leichter Wind.

Dieser Wind ist bei einer Temperatur von 13 Grad unangenehm und sorgt für eine Driftgeschwindigkeit von 3 - 3,5 Knoten (GPS-Messung). Für die kontrollierte Fischerei auf Heilbutt zu viel. Auch Dorsche lassen sich in einer Drift über einen der Unterwasserberge nicht überlisten. Wir beschließen nach geraumer Zeit wieder näher an die Insel Vega heranzufahren und unser Glück in einer windgeschützteren Gegend zu suchen. Diese Stelle ist dann auch recht schnell gefunden und bei einer der zahlreichen Driften mit 1,5 Knoten Geschwindigkeit hat Broesel Glück.

Broesel mit dem zweiten Heilbutt, 1,18 m lang und 18,5 Kg schwer

Den Gummifisch, von Doc Schneider liebevoll "Goldmatjes" getauft, mit dem Broesel schon seinen ersten Heilbutt fing und der zwei weitere Male von Großfischen attackiert wurde, griff sich ein Heilbutt in einer Tiefe von 18 Metern und bot anschließend einen rasanten harten Drill. Nachdem der Butt gebändigt und an Bord gehoben worden war ergab eine erste grobe Messung 1,19 cm Länge. Die genaue Messung am Abend ergab dann 1,18 m Körperlänge und 18,5 Kg Gewicht. Butt Nr. 7 war erlegt.

Am morgigen Freitag soll sich das Wetter noch einmal besser präsentieren und wir werden dann noch einmal quer durch die Schären vor Vega bis auf den offenen Atlantik fahren, um dort noch einmal ordentlich Dorsche "zu ernten", einige Pollak und Schellfische zu erlegen und natürlich auch dort den Heilbutts nachzustellen.

Freitag, 02.08.2013

Heute ging es schon um 07:00 Uhr raus auf den Atlantik. Das bedeutete, dass für 05:30 Uhr Wecken angesagt war und um 06:00 Uhr gefrühstückt wurde.

Das Wetter war eigentlich sehr gut. Der Himmel blau, die Sonne schien, leider war es draußen auf dem Wasser hinter den Schären (Offshore) dann doch so, dass ein kräftiger Wind blies und für eine Driftgeschwindigkeit von 2,5 bis 3 Knoten sorgte. Die kräftigen Wellen sorgten bei einem von uns dann auch schnell für Unwohlsein und dies sowie die starke Drift veranlassten uns, wieder in das Innere des Schärengürtels zurückzukehren.

Um es kurz zu machen: Heute war nicht unser Tag. Nachdem wir insgesamt 10 Stunden auf dem Wasser waren kehrten wir gegen 17:30 Uhr mit ein paar Dorschen und Makrelen zurück zur Unterkunft. Am morgigen Samstag wollen wir erst zur Mittagszeit und zum letzten Mal zum Angeln raus auf den Atlantik.

Samstag, 03.08.2013

Der letzte Angeltag. Und was für einer! Wir hatten gestern von einer anderen Anglergruppe, die das Haus neben uns bezogen hatte, einen Tipp bezüglich der Seelachse erhalten. Die Wettervorhersage für den heutigen Tag wies für den Vormittag Wind mit 6 m/Sek., der zum Nachmittag abnehmen sollte, aus. Regen war nicht angekündigt, so dass wir gestern Abend beschlossen auszuschlafen, gegen 10 Uhr zu frühstücken und um 13 Uhr dann rauszufahren.

Heute morgen dann war gar kein Wind feststellbar, so dass das Frühstück kurzerhand vorgezogen wurde, um schnellst möglich aufs Wasser zu können. Schließlich mussten wir für die avisierten Seelachse noch einmal ganz raus aus dem Schärengürtel auf den Atlantik, um erneut unser Glück zu versuchen. Die Fahrt mit den Booten dauert bei einer Geschwindigkeit von 35 Knoten gut 1 Stunde, bis man außerhalb der Schären auf Dorsch, Seelachs & Co. fischen kann.

Doc Schneider mit einem prächtigen Dorsch von 1,20 m Länge und 20 Kg Gewicht

Kaum angekommen gingen die ersten Dorsche an die Pilker und Gummifische. Nach kurzer Zeit hatte Lohmi dann den ersten Seelachs am Haken. Danach ging es dann Schlag auf Schlag. Innerhalb von 2 Stunden füllten wir 5 Fischkisten mit Seelachsen.

Wie sich nachher herausstellte müssen das mindestens 250 Kg. Seelachs, unter die sich auch ein paar dicke Dorsche "gemogelt" hatten, gewesen sein. Doc Schneider schoß mit einem Dorsch von 121 cm Länge und einem Gewicht von 20 Kg den Vogel ab, gefolgt von Broesels Dorsch von 101 cm Länge und immer noch 14,5 Kg Gewicht.

Die Seelachse hatten eine durschnittliche Größe von 85 cm, der Größte maß 109 cm und hatte ein Gewicht von 11 Kg. "Zum Glück" zog am Horizont eine Schlechtwetterfront auf, die uns mahnte, die "Seelachsernte" zu beenden und zur Unterkunft zurückzukehren. Dort angekommen hatten Lohmi, Doc Schneider und Broesel fast 4 Stunden damit zu tun, die gefangenen Fische in Filets zu verwandeln.

Die zum Haus gehörende Gefriertruhe ist nun fast bis zur Oberkante mit vacuumverschweißten und eingefrorenen Heilbutt-, Dorsch-, Seelachs- und Schellfischfilets gefüllt, die am kommenden Montag in die Heimat befördert werden wollen...