Mequinenza 08/2009

Mequinenza 08 / 2009

Die "Waller-Trophy" 2009

Die 2. Welstour in 2009 führte wieder an den Ebro. Wir (Broesel, Egon, Jürgen und Klaus) waren zuletzt 2006 gemeinsam zum Welsfischen nach Spanien gefahren. Damals hatten wir noch ein Appartement im Camp von Andrees Angelreisen gebucht, 2009 waren Egon und der Webmaster zum ersten Mal im Welscamp von Urlaub-nach-Mass in Mequinenza. Klaus und Jürgen kannten dieses Camp schon von früheren Touren.

Das "goldene Dreieck", so wird die Gegend rund um Mequinenza unter Anglern häufig genannt. Wir waren sehr gespannt, ob an den Berichten in Zeitschriften und Foren im Netz ein bisschen Wahres ist. Außerdem betraten wir Neuland, hatten wir doch bis 2006 nur mit Köderfisch an der Bojenmontage unsere Waller im Ribaroja gefangen und wollten 2009 dem "Hype" um die Pelletangelei auf Wels auf den Grund gehen.

Nachtlager auf der Terrasse

Die letzte August- und die erste Septemberwoche schien uns die optimale Zeit für unsere Tour. Wie sich im Nachhinein herausstellte hätte es ruhig eine Woche später sein können, denn die nächtliche Hitze war im gebuchten Appartement unerträglich und wir haben daher häufig auf unseren Angelliegen auf der Terrasse vor unserer Unterkunft geschlafen. Das Camp "Urlaub nach Mass" hat uns sehr gut gefallen. Das gebuchte Appartement verfügte über ausreichenden Platz, war gut und zweckmäßig ausgestattet und in unseren Augen empfehlenswert.

Parkplätze im Camp sind zahlreich vorhanden

Es liegt auf einem Hügel gegenüber dem Ort Mequinenza, eingebettet in Obst- und Olivenhaine. Stellplätze für die Fahrzeuge sind unweit der Unterkünfte zahlreich vorhanden, im mit großen Palmen bepflanzten Garten besteht die Möglichkeit den Gemeinschaftsgrill zu nutzen oder einfach nur bei einem kühlen Bier im Schatten zu sitzen und sich zu unterhalten.

Ein Mal wöchentlich veranstaltet die Campleitung einen Grillabend für interessierte Gäste.

Die Steganlage des Camps.

Unterhalb des Camps, am Ufer des Ebro, liegt die zum Camp gehörende Steganlage, die alles bietet, was man benötigt. Eingezäuntes Gelände, Pkw-Stellplätze, 2 Stege und die zu den Appartements gehörenden Boote. Weiterer Pluspunkt: Das abschließbare Bootshaus, in dem abschließbare Kammern die Möglichkeit bieten, nach der Rückkehr vom Angeltripp Ruten, Material, Futter und Benzinkanister einzuschließen. Wir haben diese Möglichkeit schnell schätzen gelernt, da nicht immer alles zwischen Steganlage und Camp hin- und her gefahren werden musste.

Der Jeep für die geführte Wallertour zum Sinca und Segre wird beladen. Im Hintergrund ist das Bootshaus zu sehen.

Fehlt Angelzubehör? Wo kauft man Pellets oder Mais? Hier im Camp ist das kein Problem, Oli & Taffi hatten eigentlich alles, was benötigt werden könnte, auf Lager. Die beiden waren immer ansprechbar.

Wurde Benzin für die Boote gebraucht, am nächsten Morgen stand neues Benzin oder der gewünschte Sack Pellets im Bootshaus bereit. Ein Service, den wir sehr geschätzt haben in diesen 2 Wochen. Kurzum: ein "Rundum-Sorglos-Paket", dass wir gebucht hatten.

Unser zweites 'Wallercamp' im oberen Bereich des Ribaroja. Auch hier haben wir Welse auf Heilbuttpellets gefangen

Wir haben Vieles ausprobiert während dieser Tour. Ein bisschen Spinnfischen auf Wels im Bereich der Promenade in Mequinenza und unterhalb der Staumauer des Caspe. Im oberen Teil des Ribaroja haben wir mehrere Tage rund um die Uhr am Wasser verbracht und in der zweiten Woche von einer netten Truppe aus Bergheim deren Angelstelle übernommen, die so gut war, dass wir die gesamte Woche dort geblieben sind. Da diese Stelle unterhalb des Camps lag, sind nachts immer 2 von uns an dieser Stelle geblieben und die anderen beiden ins Camp gefahren.

Hier sieht man die einfache, aber äußerst erfolgreiche Montage. Seitenblei (20-30 cm), Einzelhaken und Pellets in 'Haarmontage'

Gefischt wurde von morgens 07:00 bis 00:00 Uhr, die Köder haben wir dann wegen des Nachtangelverbots eingeholt und am nächsten Morgen neue "Pelletketten" ausgelegt.

Die Montage war denkbar einfach. Seitenbleimontage (300-500gr.) Einzelhaken (10/0) am 1mm-Vorfach, 6-8 Pellets mit "Haarmethode" montiert, Rute im Ständer, offene Rollenbremse, "Köderpaket" mit dem Boot an die gewünschte Stelle gebracht, ins Wasser fallen gelassen und 4 Hände voll Pellets hinterher...

'Wallerkönig' Jürgen (im Vordergrund) sowie klaus, Egon und Peter mit dem Prachtwels von 2,34 m Länge

Gefangen haben wir in diesen 2 Wochen 19 Welse zwischen 1,01 m und 2,34 m. Nicht gezählt die Kleinen zwischen 80 cm und einem Meter, die ebenfalls Gefallen an unseren "Pelletketten fanden. Leider hatten wir auch ein paar Große, die sich nach hartem Drill als "Aussteiger" wieder von uns verabschiedet haben.

Und es waren mindestens 2 dabei, die deutlich über der 2-m-Marke waren. Zwei tolle Wochen, die wir vier so schnell nicht vergessen werden.

Bilder dieser Tour