Mequinenza 08/2013

Mequinenza 08 / 2013

Julian und sein Lieblingsversteck für die Hände. Kurz vor der Abreise.

Wallertrophy 2013

Bericht: Klaus (Blattschuss I)

Um es vorweg zu nehmen. Der große Waller blieb uns (Blattschuss 1 und 2 und Junior Julian) leider versagt! Dennoch hatten wir einen schönen und in der zweiten Woche auch erholsamen Urlaub mit vielen  neuen Erkenntnissen. Doch beginnen wir am Anfang.

Wie üblich bei unseren zweiwöchigen Spanientrips erfolgte die Anreise mit dem PKW, um das ganze Gepäck für durchangelte Nächte am Wasser mitzubekommen. Das heißt, wir hatten quasi eine komplette Campingausrüstung dabei, einschließlich Liegen, Stühle, Gaskocher, Decken etc., eben alles was man für Übernachtungen am Wasser benötigt.

Eine traumhaft schön gelegene Angelstelle. Absolut vielversprechend.

Unser Plan war es, in einem bestimmten Gebiet Köderfische am anderen Ufer anzubinden und 24 Stunden rund um die Uhr auf Waller zu angeln. Dies ist erstmalig seit diesem Jahr erlaubt und die Erwartungshaltung war nach (nicht ganz legalen) Erfahrungen von vor 2 Jahren entsprechend groß.

Doch es sollte mal wieder ganz anders kommen als erwartet. Die Angelmethode, die vor 2 Jahren absolut erfolgreich war, brachte uns so gut wie keine Fische. Zwar konnten wir in der ersten Woche unter anderem den größten Waller mit 1,90 m fangen und verloren zumindest zwei ebenfalls große Fische, doch blieb dies natürlich erheblich hinter unseren Erwartungen zurück. 2,35 m galt zu überbieten. Davon waren wir verdammt weit weg.

Eine Wassersportveranstaltung direkt vor der vielverheißenden Angelstelle beendeten den Traum vom ruhigen Welsfischen

Ein Trost war, dass auch die Guides im Camp in den Flüssen bei der gleichen Methode ziemlich erfolglos waren. Irgendwie wollten die Waller in den Flüssen Segre und Cinca nicht richtig beißen, was vermutlich der starken Strömung und dem enormen Krautfluss geschuldet war. Überdies erschwerten diese Bedingungen auch das Angeln sehr.

Nach einer Woche „Kampf“, in welcher wir einen unglaublich starken Angeldruck mittlerweile auch durch einheimische Angler feststellen konnten und Staub, Hitze, Wespen, Fliegen und Mücken ertragen mussten, war uns der Zahn gezogen worden. Auch dem Wunsch 24 Stunden rund um die Uhr zu angeln, erteilte unser Körper eine deutliche Absage. Nach einer Woche waren wir völlig platt und frustriert und die Stimmung sank.

Julian mit einem schönen Wels

Anfang der 2. Woche beschlossen wird dann, die Reißleine zu ziehen und diese anstrengende Art der Angelei einzustellen. Kein stundenlanges Stippen mehr auf Köderfische, keine durchwachten Nächte und und und. Wir beschlossen, einfach Urlaub zu machen und Spaß beim Angeln zu haben. Dieser Entschluss sollte sich als der Richtige herausstellen. 

Fortan angelten wir morgens früh an der Staumauer zum Caspe-Stausee und wurden hierbei auf Wobbler und Gummifisch mit einer Vielzahl gefangener Waller belohnt. Zwar alles keine Riesen aber an dem leichten Gerät machten die Fische erstaunlich viel Spaß. Der größte Fisch brachte es zwar nur auf vergleichsweise magere 1,55 m aber an 7 Kilo tragender Schnur bot auch dieser einen schönen Drill.

Abendliches Grillen im Innenhof des Camps URLAUB NACH MASS

Wie wir von Mitbewohnern im Camp erfahren hatten, wurde aber auch in dieser Zeit, in welcher die Waller in den Flüssen nur sehr widerwillig bissen, einige große Waller auf Pellets gefangen. Wir probierten in der Folge diese Methode an zwei Abenden aus und konnten auch beide Male einen  Fisch verhaften. Leider blieb uns auch hierbei der große Fisch versagt. Das werden wir beim nächsten Mal mit veränderter Montage besser machen!

Fazit

Abschließend sei festgestellt, dass die 2. Angelwoche großen Angelspaß brachte und wir uns vorgenommen haben, zukünftig hauptsächlich diese Art der Angelei zu betreiben und den Urlaub zu genießen. Hierzu gehört unserer Meinung nach auch abends in einem Bett zu schlafen. Gleichfalls die mittägliche Siesta und Grillabende.

Im Übrigen sind wir uns sicher, dass bei konsequenter Angelei mit Pellets der ganz große Fisch auch hierbei fallen kann. Wir haben uns fest vorgenommen, den Beweis hierfür in 2 Jahren anzutreten. Aber das ist dann eine andere Geschichte.

NACHTRAG

Hat vielleicht jemand unseren Dosenöffner gesehen?

Die typische, auf JEDER Angeltour von Jürgen, Klaus und Julian in kürzester Zeit hergerichtete "Blattschuss´sche Küche". Aber wo ist der Dosenöffner denn abgeblieben?